Besuch Justizvollzugsanstalt
Quelle: Justiz NRW

Hilfen für Angehörige von Inhaftierten

Hinweise für Angehörige von Inhaftierten

Welche Hilfen gibt es für Angehörige von Inhaftierten?

Welche Hilfen gibt es für Angehörige von Inhaftierten?

Mit der Inhaftierung einer Person verändert sich nicht nur die Situation für den Betroffenen, sondern auch für die Verwandten und Angehörigen in einem erheblichen Maße.

Angehörige werden nach einer Verhaftung mit einer Vielzahl von staatlichen Stellen und mit für sie völlig neuen Situationen sowie Problemen konfrontiert. Angehörige pflegen den Kontakt mit den ihnen nahestehenden Inhaftierten in unterschiedlichem Maße. Die Pflege sozialer Kontakte während des Freiheitsentzuges ist für den Inhaftierten von großer Bedeutung. Gelingt es, die sozialen Kontakte aufrecht zu halten und können Hilfsangebote genutzt werden, ist es wahrscheinlicher, dass dies nach der Entlassung zu einer Integration in Familie und Beruf beiträgt.

Auf dieser Seite finden Sie erste, allgemeine Hinweise für Angehörige.

Nach obenGrundsicherung

Die Inhaftierung eines nahestehenden Angehörigen führt nicht selten auch zu erheblichen finanziellen Veränderungen. Können Sie durch die Inhaftierung Ihres Angehörigen Ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten, so gewährt Ihnen der Staat auf Antrag bei Vorliegen der Voraussetzungen unterschiedliche Leistungen zur Überwindung dieser Schwierigkeiten.

Sprechen Sie mit dem örtlich für Sie zuständigen Job-Center der Agentur für Arbeit, bzw. im Falle von Sozialgeld mit dem für Sie zuständigen Sozialamt.

Nach obenPost

Der Schriftwechsel von Strafgefangenen richtet sich nach §§ 21 - 23, 25 und 26 StVollzG NRW bzw. für Jugendstrafgefangene nach §§ 34 - 37 JStVollzG NRW. Inhaftierte können danach grundsätzlich unbegrenzt Post erhalten, ebenfalls dürfen sie unbegrenzt schreiben. Die ein- und ausgehende Post wird entsprechend der vorgenannten Vorschriften kontrolliert. Die Post von Untersuchungsgefangenen wird - wenn die Überwachung des Schriftwechsels in einem sog. Beschränkungsbeschluss angeordnet wurde - durch das zuständige Gericht bzw. ggf. die Staatsanwaltschaft kontrolliert (§ 20 UVollzG NRW). Aus diesem Grund dauert der Briefwechsel bei Untersuchungsgefangenen in der Regel länger als bei Strafgefangenen.

Nach obenPakete

Informationen zum Paketverkehr finden SIe auf der Seite "Besuche und Pakete im Justizvollzug".

Nach obenGeld

Grundsätzlich können Sie für inhaftierte Angehörige Geld bei der Zahlstelle der Justizvollzugsanstalt einzahlen. Mit diesem Geld können sich die Inhaftierten regelmäßig mit Zustimmung der Justizvollzugsanstalt Gegenstände für den täglichen Gebrauch kaufen (z.B. Briefmarken, um mit Ihnen in Kontakt zu bleiben). In einzelnen Fällen steht den Inhaftierten das Geld jedoch nicht zur Verfügung (z.B. wenn Pfändungen bestehen oder das Überbrückungsgeld noch nicht vollständig angespart wurde). Um böse Überraschungen zu vermeiden sollten Ihre inhaftierten Angehörigen im Vorfeld mit der Justizvollzugsanstalt klären, ob ihnen das Geld nach der Einzahlung auch für den gewünschten Zweck zur Verfügung steht.

Nach obenBesuche


Bitte denken Sie bei einem Besuch von inhaftierten Angehörigen daran, dass

  • ein Termin vereinbart werden muss und
  • Sie ein gültiges Ausweisdokument vorweisen müssen.

Für den Besuch von Untersuchungsgefangenen ist ferner unbedingt vorher eine Besuchserlaubnis beim zuständigen Gericht einzuholen, falls das Gericht dieses Erfordernis in einem sog. Beschränkungsbeschluss angeordnet hat. Die Besuchserlaubnis können Sie schriftlich oder persönlich bei Gericht beantragen. Hierbei geben Sie bitte das Aktenzeichen des Strafverfahrens Ihres Angehörigen an.

Setzen Sie sich bitte mit der zuständigen Justizvollzugsanstalt in Verbindung bzw. schauen Sie auf der Internetseite nach, um

  • die individuelle zeitliche Besuchsregelungen der Vollzugseinrichtung zu erfahren und  ggf. einen Termin zu vereinbaren,
  • Öffnungszeiten der Zahlstelle bzw. die Bankverbindung zu erfahren
  • über die Sozialdienste und seelsorgerischen Dienste Hinweise auf weitere Unterstützung (z. B. durch Vereine, zentrale Beratungsstellen oder Behörden zu erhalten.


Vielfach erhalten Sie diese Informationen auch auf der jeweiligen Internetseite der Vollzugseinrichtung.