043-Bibliothek

Quelle: Justiz NRW / Helen Bruns

Gefangenenbüchereien

Bibliothekswesen im Justizvollzug

Der Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen verfügt über ein international anerkanntes Bibliothekswesen.

In den Justizvollzugseinrichtungen gibt es landesweit 49 Büchereien und zwei Fachstellen für Bibliotheksarbeit, in denen zwei hauptamtliche Diplom-Bibliothekare gemeinsam mit den Bibliotheksbediensteten vor Ort in den Anstalten das Bildungs- und Unterhaltungsangebot für Gefangene ständig fortentwickeln. Die Bibliotheken werden von den Gefangenen stark frequentiert. Die stärkste Nutzung ist im Jugendarrest zu finden, in dem fast jeder Bücher ausleiht.

Zum Bestand der Gefängnisbibliotheken in Nordrhein-Westfalen zählen ungefähr 240.000 Medieneinheiten aus Belletristik und Sachliteratur. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Nationalitäten von Gefangenen sind auch größere Bestände an fremdsprachiger Literatur ausleihbar.

In den letzten Jahren rücken außerdem stärker leicht lesbare Bücher und audiovisuelle Medien in den Blick. Der Bestand der Gefängnisbibliotheken vor Ort reicht von 1.000 bis 15.000 Exemplaren.

Im April 2019 hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland Richtlinien für die Bibliotheksarbeit im Justizvollzug und Jugendarrest in Kraft gesetzt, die das Bibliothekswesen verbindlich im Justizvollzug verankern.