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Quelle: Justiz NRW

Fachkongress zu „Legal Tech“ und „Digitalisierung der Lehre an den juristischen Fakultäten in Nordrhein-Westfalen“ am 23. Februar 2022

22.11.2021

Legal Tech und die Digitalisierung der Lehre an den Juristischen Fakultäten sind der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wichtige Anliegen. Sie steht dazu im steten Austausch mit Lehre und Praxis.

Wie sieht die juristische Arbeitswelt von morgen aus? Welche Kompetenzen müssen angehende Juristinnen und Juristen heute im Studium erwerben, um für die digitalisierte Arbeitswelt der Zukunft gerüstet zu sein? Und wie kann die Wissensvermittlung selbst, wie kann das Jurastudium mit digitalen Mitteln didaktisch verbessert werden?

Zu diesen und weiteren Fragen rund um die juristische Ausbildung und die Digitalisierung hat das Ministerium der Justiz den Dialog mit den juristischen Fakultäten des Landes und weiteren Beteiligten aufgenommen. In einem ersten Schritt organisierte das Ministerium vier Workshops, in denen Professorinnen und Professoren aus ganz Deutschland, Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden, der Kammern und Verbände der juristischen Professionen sowie der Legal-Tech-Branche in einen intensiven Austausch eingetreten sind.

Die Ergebnisse dieser Workshops werden jetzt sukzessive auf der Website www.jurtech-jurstudy.nrw.de veröffentlicht. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten ergeben sich eine breite Faktenbasis und Meinungsvielfalt auf die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung der Juristenausbildung.

Save the date: Der Austausch wird fortgesetzt auf einem Fachkongress, der am 23. Februar 2022 stattfinden wird.
Um möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen, ist neben der Präsenzveranstaltung in Düsseldorf auch ein Livestream auf dem justizeigenen YouTube-Kanal geplant. Weitere Informationen zum Ablauf werden zu gegebener Zeit auf der oben genannten Internetseite eingestellt werden.

Minister der Justiz Peter Biesenbach:
„Die Vermittlung von Grundzügen im Bereich Legal Tech muss dauerhafter Bestandteil der Ausbildung zukünftiger Generationen von Juristinnen und Juristen sein. Die Digitalisierung der Lehre muss weiter voranschreiten. Unser anstehender Fachkongress bietet eine hervorragende Gelegenheit für einen Austausch mit Expertinnen und Experten in diesem Bereich. Die Digitalisierung nimmt bereits jetzt großen Einfluss auf technologische wie methodische juristische Arbeitsweisen. Juristinnen und Juristen der Zukunft werden ihre Aufgaben nicht erfüllen können, wenn sie nicht Phänomene der digitalen Welt wie z.B. Blockchains, Kryptowährungen oder Clouds juristisch einordnen können. Essentiell wird auch das Nutzen digitaler Lern- und Prüfungsformate wie z.B. der E-Klausur sein. Für die Vermittlung solcher Inhalte schon im rechtswissenschaftlichen Studium machen wir uns als Landesregierung stark und möchten einen starken Impuls an die Universitäten und Studierenden senden.“

Staatssekretär Dirk Wedel:
„Eine qualitativ hochwertige und zeitgemäße Ausbildung der Studentinnen und Studenten der Rechtswissenschaft ist das Fundament für eine funktionierende Rechtspflege. Die Vermittlung von Wissen und Erfahrung im Bereich Legal Tech und die Nutzung digitaler Lernformate sind dabei von überragender Bedeutung. Ich freue mich daher sehr auf den Austausch in unserem Fachkongress. Bereits heute ist die tägliche juristische Arbeit ohne digitale Kompetenz kaum zu bewerkstelligen, zukünftige Generationen werden in ihrer täglichen Arbeit die Papierakte gar nicht mehr kennen. Bislang spielten Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung kaum eine Rolle im Juristenausbildungsgesetz NRW und dem Deutschen Richtergesetz. Deshalb lag unser Fokus darauf, bei der Novellierung des Juristenausbildungsgesetzes NRW in Erweiterung des bisherigen Katalogs der Schlüsselkompetenzen ,digitale Kompetenzen‘ aufzunehmen.“



Für Fragen, Kommentare und Anregungen steht Ihnen zur Verfügung: pressestelle@jm.nrw.de