Leiche im Regenfass: Angeklagte schweigen noch


Donnerstag, 16. Februar 2017 13.29 Uhr


Essen (dpa/lnw) - Nach dem Fund einer Leiche in einer Regentonne muss sich ein 51-jähriger Mann aus Essen seit Donnerstag wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll seinen 75-Jährigen Vermieter am 8. Juni 2016 mit einer Kupferstange geschlagen und dann erwürgt haben. Die Leiche legte er laut Anklage in eine Regentonne und vergrub sie. Es habe Streit um eine ausstehende Mietkaution gegeben. Nach der Tat sollen der 51-Jährige und seine mitangeklagte Ehefrau das Auto des Opfers verkauft und zwei Konten geplündert haben.

Zu Beginn des Prozesses äußerten sich die Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen. Nach Angaben von Verteidiger Volker Schröder will der 51-Jährige aber sein bereits bei der Polizei abgelegtes Geständnis wiederholen. Aus Sicht des Angeklagten sei die Tat jedoch kein Mord: «Es ist zum Streit gekommen», sagte Schröder am Rande des Prozesses. «Er ist durchgedreht und schneller als es ihm lieb war, war das Opfer tot.»

Der Leichnam des 75-Jährigen war erst Mitte August gefunden worden - zweieinhalb Monate nach der Tat.