Hündin in Ruhr geworfen: 58-Jähriger zu Gefängnisstrafe verurteilt


Donnerstag, 28. November 2019 16.12 Uhr


Mülheim/Ruhr (dpa) - Ein 58-Jähriger, der in Nordrhein-Westfalen eine Hündin in die Ruhr geworfen und damit getötet hat, ist zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Mülheim verurteilte ihn am Donnerstag wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Bei der Tat in Mülheim vor elf Monaten hatten Passanten noch versucht, die Hündin zu retten. Sie konnte von der Feuerwehr aber nur noch tot geborgen werden.

Der 58 Jahre alte Mann, der mittlerweile in Köln lebt, sei wegen der Tötung eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund verurteilt worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Mülheim. Es habe sich um die Hündin seines damaligen Lebensgefährten gehandelt. In der Verhandlung habe der Mann angegeben, dass die Hündin sehr krank gewesen sei und man das Geld für eine fachgerechte Einschläferung nicht gehabt habe.

Die Freiheitsstrafe sei wegen zahlreicher Vorstrafen ohne Bewährung verhängt worden, sagte der Sprecher weiter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.