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Quelle: Justiz NRW

Oberlandesgericht Hamm: Abdrift von Pflanzenschutzmitteln? - Prozess wird fortgesetzt

28.11.2017

Der 24. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat heute den Rechtsstreit verhandelt, in dem vier Landwirte aus Lichtenau über die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln von konventionell bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen der drei Beklagten auf Bio-Anbauflächen des Klägers streiten.

In der heutigen Verhandlung sind die Parteien angehört worden. Außerdem wurde der geladene Sachverständige insbesondere zu der Fragestellung vernommen, ob die bei den landwirtschaftlichen Produkten des Klägers festgestellten Rückstände des Wirkstoffs Pendimethalin auf einem Ausbringen des Pflanzenschutzmittels "Malibu" durch die Beklagten beruhen können. Bei der Beweisaufnahme ist deutlich geworden, dass der infrage stehende ursächliche Zusammenhang ergänzender Aufklärung bedarf. Zu berücksichtigen ist u.a. eine mögliche, durch Windbewegungen und/oder thermische Vorgänge verursachte Abdrift des infrage stehenden Wirkstoffs von weiter entfernt liegenden, durch andere Landwirte konventionell bewirtschafteten Flächen. Zur Fortsetzung der Beweisaufnahme wird der Senat ergänzende Beweisfragen formulieren.

Die Parteien haben außerdem um einen gerichtlichen Vergleichsvorschlag gebeten, um den Rechtsstreit gegebenenfalls ohne weitere Beweisaufnahme zu beenden.

Über einen ergänzenden Beweisbeschluss und einen Vergleichsvorschlag wird der Senat in dem am Ende des heutigen Termins auf den 30.11.2017 anberaumten Verkündungstermin befinden.

Ergebnis des heutigen Termins:

Verkündungstermin des 24. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm in dem Rechtsstreit mit dem Az. 24 U 74/16 OLG Hamm am 30.11.2017, 14:00 Uhr, Saal B-405.

Christian Nubbemeyer, Pressedezernent

Hinweis: Weitere Informationen zu dem Rechtsstreit können der Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Hamm vom 24.11.2017 entnommen werden.

Für Fragen, Kommentare und Anregungen steht Ihnen zur Verfügung: pressestelle@olg-hamm.nrw.de