Oberlandesgericht Köln
Quelle: Justiz NRW

Oberlandesgericht Köln: Präsidentin Margarete Gräfin von Schwerin tritt in den Ruhestand

18.12.2019

Zum 31. Dezember 2019 wird die Präsidentin des Oberlandesgerichts Köln, Margarete Gräfin von Schwerin, mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand treten.

Gräfin von Schwerin ist über 20 Jahre im Oberlandesgericht Köln tätig gewesen. Seit Januar 2017 hat sie die Geschicke des Gerichts als Präsidentin geleitet. Sie begann ihre richterliche Laufbahn in der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 1981 und wurde im Frühjahr 1985 zur Richterin am Landgericht in Bonn ernannt. Nach ihrer Ernennung zur Richterin am Oberlandesgericht in Köln im September 1990 war sie dort neben ihren richterlichen Aufgaben auch mit Justizverwaltungssachen betraut. Im Juni 2001 folgte ihre Ernennung zur Vizepräsidentin des Landgerichts in Aachen. Wenig später, im Januar 2003, wurde sie Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts in Köln. Im Dezember 2010 folgte die Ernennung zur Präsidentin des Landgerichts Bonn. Zum 1. Januar 2017 wurde ihr das Amt der Präsidentin des Oberlandesgerichts Köln übertragen. Seitdem ist sie auch Mitglied des Verfassungsgerichtshofes des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit März 2018 wirkt sie dort als Vizepräsidentin. Beim Oberlandesgericht Köln leitet sie den u.a. für das UN-Kaufrecht zuständigen

8. Zivilsenat. Margarete Gräfin von Schwerin ist Mutter einer erwachsenen Tochter.

In der Zeit ihrer Präsidentschaft hat Gräfin von Schwerin insbesondere den Wandel zur Digitalisierung der Justiz vorangetrieben. Der Zentrale IT-Dienstleister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen (ITD) ist beim Oberlandesgericht Köln angesiedelt und wird durch einen Vizepräsidenten des Oberlandesgerichts geleitet. "Wir sind auf dem Weg zur elektronischen Akte in der Justiz ein gutes Stück vorangekommen. Natürlich stecken in diesem Mammutprojekt noch viele Herausforderungen für die nächsten Jahre. Der Bezirk des Oberlandesgerichts Köln ist hierfür aber gut gerüstet", so Gräfin von Schwerin.

Ein besonderes Anliegen ist der Präsidentin die Gewinnung qualifizierten Nachwuchses für die Justiz. "Für mich gibt es keinen schöneren Beruf als den der Richterin. Wo sonst gibt es die Möglichkeit, unabhängig und frei, nur an Recht und Gesetz gebunden zu entscheiden? Im Dienste der Gerechtigkeit zu arbeiten ist ein besonderes Privileg. Wir brauchen in allen Berufen der Justiz hochmotivierte und bestens ausgebildete Kolleginnen und Kollegen!"

Wer Präsidentin Gräfin von Schwerin im Amt nachfolgen wird, steht noch nicht fest.

Dr. Ingo Werner
Pressesprecher

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