Mehrfamilienhaus
Quelle: © panthermedia.net/ Gilles Paire

Wohnungseigentumsrecht

Regelungen für Wohnungseigentumsgemeinschaften: Was ändert sich durch "Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht"? Wie können die Wohnungseigentümer dringende notwendige Maßnahmen oder Reparaturen veranlassen?
Was ändert sich durch das "Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht" für Wohnungseigentumsgemeinschaften?

Die neuen Regelungen sehen vor, dass

  • der zuletzt bestellte Verwalter im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung eines neuen Verwalters im Amt bleibt,
  • der zuletzt von den Wohnungseigentümern beschlossene Wirtschaftsplan bis zum Beschluss eines neuen Wirtschaftsplans fort gilt.
Wie können die Wohnungseigentümer dringende notwendige Maßnahmen oder Reparaturen veranlassen?

Das Wohnungseigentumsgesetz sieht in § 27 Absatz 1 Nummer 3 bereits vor, dass der Verwalter in dringenden Fällen die zur Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums erforderlichen Maßnahmen ohne vorherige Befassung der Wohnungseigentümer treffen darf, so dass die Gemeinschaft bei unaufschiebbaren Maßnahmen auch dann handlungsfähig bleibt, wenn keine Eigentümerversammlung durchgeführt werden kann.