Pressegespräch "Personalgewinnung im Vollzugsdienst"
v. r. n. l.: Jakob Klaas (Abteilungsleiter Justizvollzug), Christina Halstenberg-Bornhofen (Präsidentin Landesjustizprüfungsamt), Minister der Justiz Peter Biesenbach, Dirk Reuter (Pressesprecher), Dirk Fliesgen (Agentur YeaHR!), Heike Bohländer (Agentur YeaHR!). Quelle: Justiz NRW

Knast-O-Mat: „Ob Du da rein passt, findest Du hier raus!“

Minister der Justiz Peter Biesenbach hat heute (25.10.) im Ministerium der Justiz Maßnahmen zur Personalgewinnung im Allgemeinen Vollzugsdienst vorgestellt.

Der Justizvollzug leistet einen unverzichtbaren Dienst für die Gesellschaft. Bei der Betreuung der Gefangenen geht es um menschliche Schicksale, die Begegnung mit Menschen in einer existentiell empfundenen Lebenssituation, die Vermittlung klarer Regeln und das Aufzeigen von Chancen für die Entwicklung jedes einzelnen Gefangenen – mit kurzen Worten: Im Justizvollzug geht es um das wahre Leben in allen Facetten! Und das ist auch immer mehr Bewerberinnen und Bewerbern in ihrem Berufsleben wichtig.

Um Interessenten einen besseren Einblick in die Berufswelt hinter Gittern zu bieten, hat das Ministerium der Justiz in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit einer Agentur den Knast-O-Mat entwickelt, den Minister der Justiz Peter Biesenbach heute (25.10.) der Öffentlichkeit vorstellte.

„Ob Du da rein passt, findest Du hier raus!“ lautet die Aufforderung, einen Blick in den Justizvollzug zu wagen, und einfach reinzuschnuppern. Anhand von 20 Fragen erhalten Nutzerinnen und Nutzer im Internet die Chance, sich mit Anforderungen und besonderen Situationen des Berufsbildes vertraut zu machen und eine erste Einschätzung zu erhalten, ob die Arbeit im Justizvollzug der gesuchte zukünftige Arbeitsplatz sein kann.

Auf Berufsportalen und zentralen Online-Diensten wie Google und Facebook werden Anzeigen für den Justizvollzug erscheinen, die den Knast-O-Mat als Bezugspunkt haben. Daneben soll der Justizvollzug im öffentlichen Bild stärker präsent werden: Flyer für die Berufsbilder im Justizvollzug sind neu gestaltet worden und im Umfeld der Justizvollzugsanstalten soll es lokale Maßnahmen geben, durch die stärker auf die Berufswelt hinter Gittern gewiesen wird.

Im Justizvollzug ist für Bewerberinnen und Bewerber eine zentrale Ansprech- und Beratungsstelle mit Sitz an der Justizvollzugsschule in Wuppertal eingerichtet worden. Auch die Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen soll ausgebaut und Jobsuchende sollen dadurch stärker auf Arbeitsangebote in den Justizvollzugseinrichtungen aufmerksam werden.