Telemedizin
Quelle: Justiz NRW

Für den Justizvollzug ist die Telemedizin wie gemacht

Minister der Justiz Peter Biesenbach stellte heute (25.05.) auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf das Pilotprojekt Telemedizin im NRW-Justizvollzug vor.

Kaum ein anderer Bereich profitiere von den Vorteilen der Telemedizin wie der Justizvollzug, so Peter Biesenbach heute auf der Pressekonferenz in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Zum einen profitierten die Gefangenen von der Telemedizin, weil sie jederzeit hochwertige ärztliche Versorgung innerhalb der Gefängnismauer erhalten. „Aber es profitieren auch die Bediensteten, die in Krisensituationen schneller auf qualifizierten ärztlichen Rat zurückgreifen und die Gefangenen schnell versorgen können“, so der Minister der Justiz.

Die Telemedizin spare Zeit und schone Personal, indem sie die Zahl von personal-intensiven Ausführungen verringern könne und erhöhe zugleich die Sicherheit der Bevölkerung, wenn weniger Gefangene aus Gründen medizinischer Versorgung ausgeführt werden müssten.

Die Pilotphase ist zunächst auf 18 Monate angelegt, die um weitere sechs Monate verlängert werden kann. An dem Pilotprojekt werden sich sieben Anstalten in Nord-rhein-Westfalen beteiligen.
Mit Hilfe von digital arbeitenden Geräten sollen durch den Anstaltsarzt oder Kran-kenpflegedienst direkt wichtige medizinische Informationen an den Telemediziner übermittelt werden. Auch der Einsatz digitaler Diagnostik durch Stethoskop, Derma-toskop, Otoskop, EKG und Messgeräte, die den Blutsauerstoff messen (sog. P02-Messeräte), ist vorgesehen.