Minister der Justiz Peter Biesenbach beim Live-Einsatz der Telemedizin in der JVA Attendorn
Quelle: Justiz NRW

Telemedizin im Justizvollzug

Vorstellung des Live-Betriebs in der Justizvollzugsanstalt Attendorn
Der Minister der Justiz Peter Biesenbach hat gestern (12.08.) bei einem Pressegespräch den Live-Betrieb der Telemedizin in der Justizvollzugsanstalt Attendorn vorgestellt.

Der Strafvollzug in Nordrhein-Westfalen erprobt ab sofort den Einsatz von Telemedizin im Rahmen eines Pilotprojekts, an dem die Justizvollzugsanstalten Aachen, Attendorn, Bielefeld-Senne (Hafthaus Ummeln), Herford, Werl, Hamm und Duisburg Hamborn teilnehmen. Bereits im Mai hatte der Minister der Justiz Peter Biesenbach auf den bevorstehenden Beginn des Pilotprojekts hingewiesen.

Bei der heutigen Vorstellung der Telemedizin in der Justizvollzugsanstalt Attendorn stand der Live-Einsatz der neuen Technik in einer Justizvollzuganstalt im Vordergrund, die seit Mitte Juli 2020 mit der Telemedizin arbeitet. Über die Telemedizin ist in den Justizvollzugsanstalten rund um die Uhr ein allgemeinmedizinischer Bereitschaftsdienst erreichbar; außerdem werden allgemeine und psychiatrische Sprechstunden angeboten.

Der Justizvollzug nutzt mit dem Einsatz der Telemedizin die Chancen der Digitalisierung. Mit ihrer Hilfe wird die medizinische Betreuung der Gefangenen im Justizvollzug weiter verbessert und können räumliche Distanz zwischen Arzt und Gefangenen jederzeit überbrückt werden.

„Telemedizin ist kein Ersatz für die Tätigkeit des Anstaltsarztes vor Ort, darüber sind wir uns bewusst. Aber sie ist eine sinnvolle Ergänzung, die Lücken schließt und die Qualität in der Behandlung von Gefangenen weiter optimieren wird“, betonte der Minister.