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Quelle: Justiz NRW

Modellprojekt zur intensiv-pädagogischen Betreuung in Justizvollzugsanstalt Heinsberg gestartet

Angebot einer Rückfallprophylaxe für straffreies Leben in sozialer Verantwortung

Anlässlich des Starts des Modellprojekt zur intensiv-pädagogischen Betreuung besuchte Minister der Justiz Peter Biesenbach die JVA Heinsberg. Das Projekt „Haus der intensivpädagogischen Betreuung“ (kurz: „HipB“) richtet sich an junge Menschen mit erheblichen Verhaltensstörungen, die intensive Unterstützung brauchen.

In einer gesonderten Wohngruppe innerhalb des geschlossenen Vollzugs können nun insgesamt acht 16- bis 21-jährige männliche Jugendstrafgefangene mit einer (Rest-)Vollzugsdauer von mindestens 12 Monaten aufgenommen werden.

Das Modellprojekt eröffnet die Möglichkeit, junge Menschen in ihrer Entwicklung über einen langen Hilfezeitraum zu begleiten, deren pädagogischer Betreuungsbedarf deutlich über den Möglichkeiten des Regelvollzugs liegt.

Durch die Aufarbeitung des Delinquenz auslösenden Verhaltens und des Angebots einer Rückfallprophylaxe sollen die jungen Gefangenen lernen, zukünftig ein Leben in sozialer Verantwortung ohne Straftaten führen zu können.

Minister der Justiz Peter Biesenbach verschaffte sich am 02.12.2020 im Rahmen eines Arbeitsbesuchs vor Ort einen persönlichen Eindruck vom Stand des Projektes:

„Die jungen Menschen erfahren hier eine besonders intensive Betreuung. Hier ist Zeit die Dinge zu lernen, die für die Bewältigung ihres Alltags so wichtig sind. Dies beginnt schon beim Zubereiten von Mahlzeiten oder dem Einhalten einer Tagesstruktur. Aber auch die schulische oder berufliche Qualifizierung ist von besonders hoher Bedeutung, wenn wir die Jugendlichen fit machen wollen, für ein Leben ohne Straftaten. Es freut mich ganz besonders, dass wir im Nordrhein-Westfälischen Justizvollzug ein solches Projekt vorantreiben können.“

 

Justizvollzugsanstalt Heinsberg
Internetseite mit Informationen u.a. zu Regelungen für den Besuch von Gefangenen.