künstliche Intelligenz

Quelle: Justiz NRW/Hilal Tanrisever

Künstliche Intelligenz im Kampf gegen Kinderpornographie

KI-Forschungsprojekt revolutioniert die Arbeit der Staatsanwaltschaft

Heute (25.05.) hat Nordrhein-Westfalens Minister der Justiz Peter Biesenbach Bilanz des Forschungsprojektes bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) gezogen.

Das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen und die Projektpartner stellten heute die Ergebnisse der Forschung in einer gemeinsamen Pressekonferenz vor.

„Die in der Projektarbeit entwickelte künstliche Intelligenz ist mit einer Genauigkeit jenseits der 90% in der Lage, Bildmaterial in die Kategorien Kinderpornographie, Jugendpornographie, nicht strafbare Erwachsenenpornographie und sonstiges Bildmaterial einzuteilen“, so der Minister.

Die KI ersetze damit nicht den menschlichen Auswerter und den juristischen Bewerter. Sie könne aber zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Ermittlungsverfahrens den Strafverfolgern schnell und wirksam aus der Menge der Daten diejenigen Beweismittel herausfiltern, die sie zur Prüfung des für die Untersuchungshaft erforderlichen dringenden Tatverdachts benötigen.

Biesenbach: „Sie kann durch den Fokus auf relevantes Material überdies helfen, noch andauernde akute Missbrauchssituationen zu erkennen und den bloßen Konsumenten inkriminierter Darstellungen von dem selbst missbrauchenden Produzenten zu unterscheiden.“ Konzentrierte und schnelle Strafverfolgung werde damit möglich. Monatelange Schwebephasen, in denen die manuelle Auswertung andauert, würden vermieden, so der Minister der Justiz auf der Pressekonferenz.

Neben dem Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen Peter Biesenbach haben Markus Hartmann, Oberstaatsanwalt als Hauptabteilungsleiter und Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) und Dr. Marianne Janik, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, die Ergebnisse vorgestellt.

Statement
von Minister der Justiz Peter Biesenbach.