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Spatenstich zum Neubau der Justizvollzugsanstalt Münster

v.l.n.r.: Markus Vieth, Carsten Heim, Peter Biesenbach, Gabriele Willems, Maria Winkel, Robin Denstorff.

Spatenstich zum Neubau der Justizvollzugsanstalt Münster

Enorme Verbesserungen im Sicherheitsbereich

Am 1. Oktober 2021 fand im Beisein von Minister der Justiz Peter Biesenbach nach intensiver Planung der feierliche „Erste Spatenstich“ zum Neubau der Justizvollzugsanstalt Münster statt. Bei der bis jetzt in der Innenstadt von Münster gelegenen JVA handelt es sich um die älteste Justizvollzugseinrichtung des Landes NRW.

Am 1. Oktober 2021 fand im Beisein von Minister der Justiz Peter Biesenbach nach intensiver Planung der feierliche „Erste Spatenstich“ zum Neubau der Justizvollzugsanstalt Münster statt. Bei der bis jetzt in der Innenstadt von Münster gelegenen JVA handelt es sich um die älteste Justizvollzugseinrichtung des Landes NRW.

Über 250 Haftplätze werden weiterhin betrieben

Sie ist 1853 nach Maßstäben eines preußischen Gefängnisses erbaut worden und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Zellengröße, an die räumliche Abtrennung der sanitären Anlagen und an die bauliche Infrastruktur der Arbeits- Behandlungs- und Freizeitmöglichkeiten. Die Bausubstanz der JVA in Münster ist insgesamt durch deutliche Alterungs- und Ermüdungserscheinungen gekennzeichnet. Im Juli 2016 mussten große Bereich der JVA geräumt werden. Seit diesem Zeitpunkt sind die Räumlichkeiten nur noch teilweise nutzbar - unter anderem Pforte, Lazarett, Wirtschaftsgebäude, Werkhalle, Dienstwohnungen und nach Umbauarbeiten der B-Flügel. Durch das besondere Engagement der Bediensteten der Anstalt sowie durch die Wiederinbetriebnahme der Zweiganstalt Coesfeld ist es seitdem gelungen, über 250 Haftplätze zu schaffen, die weiterhin betrieben werden.

Entlastung für die anderen NRW-Justizvollzugsanstalten erwartet

Der Neubau der JVA erfolgt nun im Stadtteil Wolbeck mit 640 Haftplätzen des geschlossenen Männervollzuges. Die Inbetriebnahme wird dabei nicht nur in Münster zu positiven Veränderungen führen, sondern wird auch für die anderen Justizvollzugsanstalten des Landes eine Entlastung bedeuten, da diese die weggefallenen Haftplätze seit Jahren auffangen und dies auch bis zur Inbetriebnahme der neuen Justizvollzugsanstalt Münster weiter erforderlich sein wird.

In vollzuglicher Hinsicht besonders erwähnenswert ist, dass der Neubau auf der Grundlage der bestehenden und bewährten Vorgaben des Technischen Raumbuches geplant wurde. Hierdurch ergeben sich im Vergleich zum bisherigen Betrieb enorme Verbesserungen im Sicherheitsbereich. Beispielhaft sei hier die moderne Videoüberwachungstechnik sowie die Installation einer Personennotrufanlage (PNG) genannt. Aspekte der baulich-technischen Sicherheit, wie z.B. eine moderne multiple Außensicherung, wurden gleichermaßen wie Aspekte der sozialen Sicherheit (z.B. Sport-, Freizeit- und sonstige Begegnungs- und Behandlungsräumlichkeiten) berücksichtigt.

640 modernste Haftplätze in Nordrhein-Westfalen

Minister der Justiz Peter Biesenbach zeigte sich im Rahmen des Spatenstichs aufgrund dieser Entwicklung auch hoch erfreut und betonte: „Mit dem Neubauprojekt werden zukünftig nicht nur 640 der modernsten Haftplätze im nordrhein-westfälischen Justizvollzug entstehen werden. Insgesamt werden damit für die Justiz in Münster auch 112 zusätzliche und dringend benötigte Haftplätze neu geschaffen. Dies ist ein Baustein zur langfristigen Sicherstellung einer ausreichenden Haftplatzkapazität. Dieses Bauvorhaben ist damit ein wesentlicher Meilenstein in der Modernisierung des Strafvollzuges in unserem Land. Davon werden die Gefangenen, aber selbstverständlich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt in Münster profitieren“.