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LSBT

v.l.n.r.: Dr. Bernd Scheiff, Elisabeth Auchter-Mainz, Julian Fischer, Dr. Benjamin Limbach . Quelle: Justiz NRW

LSBT*I* im Fokus: Weiter für eine Justiz ohne Diskriminierung

Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach wirbt für Vertrauen in die Justiz

Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach wirbt für Vertrauen in die Justiz, die sich für ein freies, selbstbestimmtes und sicheres Leben der Betroffenen LSBT*I* in der Gesellschaft einsetzt: „Wenn Sie Hass-Kriminalität erleben, bringen Sie es zur Anzeige, damit die Justiz Ihnen helfen kann.“

Am 17.08.2022 begrüßten die Beauftragte für den Opferschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Elisabeth Auchter-Mainz und für die Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* Julian Fischer über 70 Gäste aus der Polizei, den Staatsanwaltschaften, den Gerichten und den LSBT*I* Communities im Oberlandesgericht Köln, um den Weg zu einer diskriminierungsfreien Justiz in Nordrhein-Westfalen zu diskutieren.

Der Präsident des Oberlandesgerichts Dr. Bernd Scheiff stellte in seinem Grußwort Diversität als Chance unserer Zeit heraus. Der Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach warb für Vertrauen in die Justiz, die sich in Zusammenarbeit mit dem Famili-enministerium (MKJFGFI NRW) für ein freies, selbstbestimmtes und sicheres Leben der Betroffenen LSBT*I* in der Gesellschaft einsetzt.

In seinem Impulsvortrag führte Staatsanwalt Markus Oswald, Ansprechperson für LSBTI in der Staatsanwaltschaft Berlin, aus, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Menschen (LSBT*I*) häufiger Gewalt erfahren und trotzdem nur in den seltensten Fällen Strafanzeige erstatten. Sie befürchten, dass die Strafverfolgungsbehörden sie nicht ernst nehmen.

Diese Sorge könne durch eine bessere Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden mit den Organisationen der Betroffenen genommen werden. Die Opferschutzbeauftragte Elisabeth Auchter-Mainz plädierte für Vernetzung im Sinne und zum Wohle der Betroffenen und gab bekannt, dass bei der Staatsanwaltschaft Köln jetzt ein Oberstaatsanwalt als Ansprechpartner für die Betroffenen eingesetzt ist.