Auregis

Quelle: © Justiz NRW

Elektronische Registerführung (AuRegis)

Weiterentwicklung und Zusammenführung der Fachverfahren RegisSTAR und AUREG (AuRegis)

Weiterentwicklung der IT-Fachverfahren Aureg und RegisSTAR zur elektronischen Führung der Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts- und Vereinsregister für alle 16 Bundesländer

AuRegis ist eine Handelsregister-Software für 16 Bundesländer auf Basis einer fachverfahrensübergreifenden Infrastruktur und auf Basis von länderübergreifenden IT-Architekturmodellen der Justiz in einer serviceorientierten Architektur (SoA).

 

Ziel des Projekts

Das Projekt AuRegis hat die Weiterentwicklung eines bundeseinheitlichen Verfahrens zur elektronischen Führung des Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts- und Vereinsregisters zum Ziel.

Das Verfahren wird auf Basis einer fachverfahrensübergreifenden Infrastruktur und auf Basis von länderübergreifenden IT-Architekturmodellen der Justiz in einer serviceorientierten Architektur (SoA) realisiert.

Mit AuRegis werden die bislang eingesetzten Fachverfahren RegisSTAR und AUREG zu einem einheitlichen Fachverfahren für alle 16 Bundesländer zusammengeführt. Länderspezifische Anforderungen werden in den betroffenen Bundesländern in eigenen Modulen modelliert bzw. implementiert.

 

Projektorganisation

An der Projektorganisation sind verschiedene Gremien eingebunden, unter anderem:

  • Projektlenkungsausschuss (PLA)
    Dem Projektlenkungsausschuss gehören die Entscheidungsträger der Landesjustizverwaltungen der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an. Den Vorsitz führt das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen.

  • Beirat
    Als Beirat wird die Arbeitsgruppe maschinell geführte Register der Bund-Länder-Kommission (BLK) eingesetzt. Durch den Beirat werden bei der strategischen Steuerung und Koordinierung die Interessen der nicht mit der Vertragsabwicklung beauftragten Länder berücksichtigt.

  • BLK-Architekturbüro
    Das BLK-Architekturbüro wird beratend tätig und unterstützt bei der technischen und fachlichen Integration auf fachverfahrensübergreifender Ebene.

  • Projektleiter
    Der Projektleiter verantwortet die operative Umsetzung des durch den Projektlenkungsausschuss (PLA) erteilten Projektauftrages und trägt die Gesamtverantwortung für die ziel- und termingerechte Bereitstellung der gewünschten Projektergebnisse.

  • Koordinierungsgruppe dabag/AuRegis
    Der Koordinierungsgruppe dabag/Auregis obliegt die Koordination zwischen den beiden Projekten. Insebesondere die Entwicklung der Basiskomponenten und die Integration in die Referenzumgebungen werden durch die Koordinierungsgruppe begleitet. Bei dem Projekt dabag handelt es sich um die Entwicklung eines bundeseinheitlichen Datenbankgrundbuchs.

  • Kernteams
    Die drei eingerichteten Kernteams bestehen aus Justizmitarbeitern aus allen Bundesländern. Das Kernteam erarbeitet die fachlichen Anforderungen im Rahmen der einzelnen Entwicklungsphasen (Iterationen). Jedes Kernteam bearbeitet unterschiedliche Komponenten im AuRegis-Projekt.

 

Beschreibung des Projekts

In den 16 Bundesländern werden die Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts- und Vereinsregister in den Registergerichten mit zwei verschiedenen Software-Systemen (RegisSTAR und AUREG) bearbeitet.

Beide Systeme weisen einen hohen Reife- und Automatisierungsgrad auf. Die technische Basis beider Systeme nähert sich dem Ende ihres Lebenszyklus und muss modernisiert werden. Dies soll auf Basis einer fachverfahrensübergreifenden Infrastruktur realisiert werden.

AuRegis soll die Vorsysteme unter Übernahme der darin geführten Daten weiterführen. Dabei sollen die zurzeit in Definition befindlichen Referenzarchitekturen berücksichtigt werden. Die Entwicklung erfolgt dabei in mehreren Phasen (Iterationen).

  • 05/2014: Beauftragung des Dienstleisters zur Iteration 0
  • 07/2016: Beauftragung der weiteren Iterationen 1, 2 und 3
  • 08/2016: Projektstart
  • 11/2018: Beauftragung Iteration 4 (insbesondere Aktenmigration und Pilotierung)
  • 11/2019: Beauftragung Iteration 5 (Umsetzung identifizierter Verbesserungen)
  • 11/2020: Geplanter Beginn der Pilotierung von AuRegis

Jede Iteration teilt sich in folgende Phasen:

  • -Konzeption
  • -Entwicklung
  • -Test
  • -Meilensteinprüfung

Systemkontext

In dem bisherigen Fachverfahren RegisSTAR waren sämtliche Anforderungen an eine elektronische Registerführung integriert. Zukünftig besteht das neue Fachverfahren AuRegis aus dem Registerkernsystem sowie aus weiteren Modulen und Komponenten.

Fachmodule und Basismodule wie z.B. die Administration, die Register- und Registerblattverwaltung, die Kopienstelle und die Vorlagenverwaltung beinhalten eine klar abgegrenzte fachliche Funktionalität, die zur Kernfunktionalität des Registerkernsystems gehören und über eine festgelegte Schnittstelle verwendet werden.

Basiskomponente wie z.B. die Benutzerrechte-, Fristen- und Personenverwaltung, aber auch die Kostenbearbeitung, die Geschäftsverteilung und die Dokumentengenerierung beinhalten technische oder fachliche Funktionalitäten, die von mehreren Fachverfahren genutzt werden können. Deshalb müssen bei der Realisierung einer solchen Komponente die Anforderungen aller Fachverfahren betrachtet werden.

Eine Infrastrukturkomponente stellt technische Funktionalitäten bereit und wird in der Infrastruktur der Justiz client- bzw. serverseitig angebunden (Beispiel: Textsystem, Aktenviewer, Aufgabenliste bzw. Dokumentenmanagementsystem und Kommunikationsplattform).

Nachbarsysteme sind Schnittstellen zu anderen Systemen wie z.B. zum Bekanntmachungsportal, Registerportal, Register Service Bus (RSB) zur Mitteilung von Nachrichten an die europäische Plattform (ECP) im Rahmen der europäischen Registervernetzung (BRIS).

 

Aktuelles

Die in den Iterationen 1 bis 3 zu erstellenden Leistungen an den Fachmodulen (Administration, Beteiligtenverwaltung, Registerblattverwaltung, Registerverwaltung) sowie den Basismodulen (Vorlagenverwaltung) wurden bisher weitestgehend entsprechend dem Projektplan erbracht.

Die Fachfeinkonzeption der gemeinsam mit dem Projekt dabag (Datenbankgrundbuch) modellierten Basiskomponenten wurde fertiggestellt. Die Modellierung der Basiskomponenten ist nahezu abgeschlossen.

Das Projekt AuRegis hat die Entwicklung zu den Iteration 1 bis 3 nahezu abgeschlossen, d. h. die fertiggestellten Systemanwendungsfälle (SAF) wurden sowohl in einem Funktionstest als auch anschließend in einem Systemtest in die Meilensteinprüfung (MSP) geprüft. Die Meilensteinprüfungen wurde in einem gemeinsamen Workshop in Essen durchgeführt.

Die konzeptionelle Arbeit und die Entwicklung schreiten mit den weiteren Aufgaben für die Iterationen 4 und 5 fort. Hier liegt der Schwerpunkt derzeit auf der Anbindung der Infrastruktursysteme und der Migration von Daten und Akteninhalten der Vorsysteme.
 

Ansprechpartner Projektgruppe AuRegis

  • Rolf König, Projektleiter und Leiter der Projektgruppe, Direktor am Amtsgericht, Amtsgericht Coesfeld,
    Telefonnummer: 02541/731-210, E-Mail: rolf.könig@ag-coesfeld.nrw.de

  • Helmut Lansing, Teamleiter und Mitglied im Kernteam, Rechtspfleger, Amtsgericht Essen,
    Telefonnummer: 0201/803-1572, E-Mail: helmut.lansing@ag-essen.nrw.de

  • Dominik Stahlmecke, Mitglied im Kernteam, Richter, Amtsgericht Dortmund,
    Telefonnummer: 0201/803-1573, E-Mail: dominik.stahlmecke@ag-essen.nrw.de

  • Tobias Kahle, Mitglied im Kernteam, Rechtspfleger, Mitarbeiter ITD,
    Telefonnummer: 0201/803-1568, E-Mail: tobias.kahle@ag-essen.nrw.de

  • Sarah Martin, Mitglied im Kernteam, Justizbeschäftigte, Amtsgericht Hagen
    Telefonnummer: 0201/803-1575, E-Mail: sarah.martin@ag-essen.nrw.de

  • Manfred Kals, Mitglied im Kernteam, Rechtspfleger, Amtsgericht Essen,
    Telefonnummer: 0201/803-1574, E-Mail: manfred.kals@ag-essen.nrw.de

  • Danyel Werner, Teamleiter, QS-Manager, Testmanager und Mitglied im Kernteam, Rechtspfleger, Amtsgericht Essen,
    Telefonnummer: 0201/803-1571, E-Mail: danyel.werner@ag-essen.nrw.de

 

Die Geschäftsstelle der Projektgruppe AuRegis können Sie über die E-Mail-Adresse auregis@olg-hamm.nrw.de oder über die bei den Ansprechpartnern aufgeführten Telefonnummern jederzeit erreichen.