Gebäude Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Quelle: Justiz NRW

Landesarbeitsgericht Düsseldorf: Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf ist Teilnehmer des Landesprogramms "Vereinbarkeit Beruf & Pflege in Nordrhein-Westfalen"

Vereinbarkeit Beruf und Pflege
Kemal Kandemir, Frank Lohmann, Dr. Christoph Ulrich, Michaela Coun, Anja Ulrich, Simone Ditz, David Hagen
Quelle: Justiz NRW

Der Präsident des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf Dr. Christoph Ulrich hat heute für das Landesarbeitsgericht Düsseldorf und dessen Geschäftsbereich die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege unterzeichnet. Mit der Charta werden Unternehmen, Behörden und Organisationen in NRW ausgezeichnet, die am Landesprogramm Vereinbarkeit von Beruf & Pflege teilnehmen. Die Unterzeichnenden engagieren sich, die Pflegefreundlichkeit ihres Unternehmens zu verbessern, indem sie zum Beispiel Pflege-Guides qualifizieren, ihre Arbeitszeitmodelle individuell überprüfen oder einen betrieblichen Pflegekoffer nutzen.

In Anwesenheit der drei Pflege-Guides und der Vorsitzenden der Personal- und Richtervertretungen des Bezirks führte Herr Dr. Ulrich aus, dass in Nordrhein-Westfalen zurzeit 1,39 Millionen Menschen pflegebedürftig sind. Die meisten von ihnen werden zuhause von ihren Angehörigen versorgt. Diese sind in vielen Fällen berufstätig: Schätzungsweise 700.000 Erwerbstätige in NRW pflegen zusätzlich zu ihrem Beruf Verwandte, Partner oder Freunde. Wir sehen uns - so Dr. Ulrich - als Arbeitgeber hier in der Verantwortung, einerseits der demografischen Entwicklung der Gesellschaft und andererseits vor allem den Bedürfnissen unserer Beschäftigten, die eine Pflegeverantwortung übernehmen, Rechnung zu tragen.

Ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms ist die Qualifizierung von interessierten Mitarbeitenden zum Pflege-Guide. Ich bin deshalb sehr froh, dass wir drei Pflege-Guides sowohl aus dem richterlichen als auch aus dem nichtrichterlichen Bereich für diese Aufgabe gewinnen konnten, die sich entsprechend qualifizieren lassen. Die zweitägigen Seminare werden von den Allgemeinen Ortskrankenkassen Rheinland/Hamburg und NordWest angeboten. Die Pflege-Guides erhalten alle wichtigen und regional relevanten Informationen und können so erste Ansprechperson sein, wenn es darum geht, Arbeit und Pflege unter einen Hut zu bringen. Zudem können sie für das immer drängender werdende Thema sensibilisieren, so dass sich ein kollegiales Verständnis für die Situation der pflegenden Berufstätigen entwickeln kann. Wir haben so künftig ein versiertes Team, das für alle Dienstzweige ansprechbar ist.

Her Dr. Ulrich bedankte sich bei allen Beteiligten, für ihren Einsatz, dieses wichtige Thema voranzutreiben.