Symposium Vollzug
Dr. Benjamin Limbach (li.) und Dr. Alexander Meyer (Direktor der Hochschule der Justiz NRW)
Quelle: Justiz NRW

Zweites Symposium Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen

Zweites Symposium Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen
Quelle: Justiz NRW

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Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach sprach am Donnerstag, 16. April 2026, in der Hochschule der Justiz NRW ein Grußwort anlässlich des 2. Symposiums Justizvollzug zum Thema „Digitalisierung im Justizvollzug“. Zum zweiten Mal in Folge konnten ausgewiesene Expertinnen und Experten als Vortragende im Rahmen dieses einzigartigen Formats für den Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus gewonnen werden. Der Einladung sind über 100 Teilnehmende – auch aus weiteren Bundesländern und Österreich – gefolgt.

Minister Dr. Limbach: „Nordrhein-Westfalen als größter Justizstandort Deutschlands trägt Verantwortung für Millionen von Verfahren und für zehntausende Menschen im Vollzug. Die Digitalisierung ist dabei kein Modetrend, sondern essentiell notwendiger Baustein für einen zukunftsfesten, rechtsstaatlichen und resozialisierungsorientierten Justizvollzug.“

Thema der Veranstaltung ist die Digitalisierung des Justizvollzuges. Dabei steht für Nordrhein-Westfalen der davon betroffene Mensch auf zwei Ebenen im Vordergrund: Zum einen brauchen die im Justizvollzug arbeitenden Bediensteten Technik, die zur Entlastung bürokratischer Vorgänge und des Vollzugsalltags beiträgt, wie die elektronische Gefangenenpersonalakte oder KI-unterstützte Lageanalysen; damit wird Raum geschaffen für die eigentliche pädagogische Arbeit mit den Gefangenen. Zum anderen ermöglicht die digitale Teilhabe der Gefangenen deren erfolgreiche Vorbereitung auf eine neue und sich stetig verändernde Lebens- und Arbeitswelt.

„Die Digitalisierung macht dabei an den Landesgrenzen nicht halt. Nordrhein-Westfalen versteht sich als Motor föderaler Zusammenarbeit, um länderübergreifende, ressourcenintensive Digitalisierungsvorhaben anzugehen, die ein moderner Vollzug als integraler Bestandteil der Sicherheitsarchitektur verlangen wird“, so Minister Dr. Limbach.

Das 2. Symposium Justizvollzug setzt damit die Veranstaltungsreihe zu justizvollzuglichen Themen fort, die sich in festen, höchstens zweijährigen Zeitabständen mit einem aktuellen Thema des Justizvollzuges befasst. Dabei dient der Austausch der externen Fachleute sowie Vollzugspraktikerinnen und Vollzugspraktiker – gerade zu aktuellen Themen wie der Digitalisierung – dazu, den Justizvollzug zu unterstützen und zu modernisieren. So ermöglicht beispielsweise technikunterstützter Bürokratieabbau Zeitgewinn und damit Fokussierung auf die Kernaufgabe des Justizvollzugs, die Behandlung und Resozialisierung der Inhaftierten.

Über den Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen verfügt mit mehr als 18.000 Haftplätzen und nahezu 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über den mit Abstand größten Justizvollzug Deutschlands. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten ihren Dienst in 36 Justizvollzugsanstalten, fünf Jugendarrestanstalten und der Justizvollzugsschule NRW – Josef-Neuberger-Haus – mit Standorten in Wuppertal und Hamm.