Landesmeister JVA Castrop-Rauxel
Fußball-Landesmeister der JVA Castrop-Rauxel
Quelle: JustizNRW

Fußball-Landesmeisterschaft der Justizvollzugsbediensteten NRW

Drei Anläufe, drei Titel – der Hattrick ist perfekt! Die Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel, vielen besser als „Meisenhof“ bekannt, hat bei der Fußball-Landesmeisterschaft der Justizvollzugsbediensteten NRW am 20. Juni 2026 bewiesen, dass der Heimvorteil zwar hilfreich sein kann, Tore aber immer noch selbst geschossen werden müssen. Nach zwei Landesmeisterschaften in Folge durfte das Team am Ende eines spannenden Turniertages erneut den Siegerpokal in Empfang nehmen und sich vor heimischer Kulisse zum dritten Mal den Landesmeistertitel sichern.

Hattrick perfekt! Meisenhof krönt sich erneut zum Fußball-Landesmeister

Landesmeister JVA Castrop-Rauxel
Fußball-Landesmeister JVA Castrop-Rauxel 2024
Quelle: JustizNRW
Landesmeister JVA Castrop-Rauxel 2025
Fußball-Landesmeister JVA Castrop-Rauxel 2025
Quelle: JustizNRW

 

In diesem Jahr hatte die Veranstaltung dabei eine ganz besondere Bedeutung: Die Landesmeisterschaft war Teil des offiziellen Jahresprogramms zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt Castrop-Rauxel und fügte sich damit als sportlicher Höhepunkt in die zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen der Europastadt ein.

Bei bestem Fußballwetter begrüßten der Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, Rajko Kravanja, und die Leiterin der Justizvollzugsanstalt, Beate Wandelt, die Mannschaften aus insgesamt neun Justizvollzugsanstalten sowie zahlreiche Gäste auf der festlich in den blau-gelben Stadtfarben geschmückten Sportanlage des SC Victoria Ickern.

Von der ersten Begegnung an wurde deutlich, dass sich alle Teams viel vorgenommen hatten. In den Begegnungen ging es engagiert zur Sache, ohne dass die Fairness auf der Strecke blieb. Die Spieler kämpften um jeden Ball, feuerten sich gegenseitig an und zeigten, dass sportlicher Ehrgeiz und gegenseitiger Respekt bestens zusammenpassen. Auch wenn hier und da über eine Schiedsrichterentscheidung diskutiert wurde, blieb alles im fairen Rahmen – schließlich gehört ein wenig Fachsimpelei zum Fußball einfach dazu.

Doch nicht nur auf dem Rasen wurde einiges geboten. Die Landesmeisterschaft entwickelte sich erneut zu einem echten Familienfest. Während die Spieler um den Titel kämpften, sorgten Hüpfburg, XXL-Fußball-Dart und Torwandschießen für Begeisterung bei kleinen und auch großen Gästen. Beim Gewinnspiel warteten wieder attraktive Preise, darunter signierte Trikots und Fußballschuhe des aus Castrop-Rauxel stammenden Bundesligaspielers Chris Führich. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte die JVA-Band „IN & OUTs“, in der Inhaftierte und Bedienstete des Meisenhofs gemeinsam musizieren. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, sodass auf und neben dem Spielfeld eine rundum gelungene Atmosphäre herrschte.

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war das Finale der Feldstadtmeisterschaft der U17-Juniorinnen. Der VfB Habinghorst und Victoria Ickern zeigten mit großem Engagement und sehenswertem Fußball, dass Leidenschaft und Teamgeist keine Altersfrage sind. Die Zuschauer honorierten die Leistungen beider Mannschaften mit verdientem Applaus.

Den Schlusspunkt bildeten schließlich die Finalspiele der Landesmeisterschaft. Letztlich setzte sich die JVA Castrop-Rauxel verdient durch und machte den viel umjubelten Hattrick perfekt. Den zweiten Platz sicherte sich die JVA Wuppertal-Vohwinkel, die auch gleich zwei Einzelauszeichnungen mit nach Hause nahm: Sowohl der Torschützenkönig als auch der beste Torwart des Turniers kamen aus ihren Reihen. Der dritte Platz ging an die JVA Dortmund, die zusätzlich für ihre faire und vorbildliche Spielweise mit dem Fairplay-Pokal ausgezeichnet wurde. Platz vier belegte die Justizvollzugsklinik Fröndenberg, die sich im kleinen Finale erst nach einem spannenden Siebenmeterschießen mit 3:4 der JVA Dortmund geschlagen geben musste.

Am Ende des Tages stand fest: Pokale sind schön, Titel noch schöner – doch die eigentlichen Gewinner waren der Teamgeist, die Gemeinschaft und die vielen Begegnungen, die diese Landesmeisterschaft erneut zu weit mehr als einem Fußballturnier gemacht haben. Und wenn der Meisenhof eines bewiesen hat, dann dies: Einen Hattrick zu schaffen ist schwer – ihn gebührend zu feiern fällt deutlich leichter.